Familie beim Sandburg bauen

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Urlaubszeit, das verbinden viele Menschen mit Sonne, Meer und Erholung. Das ganze Jahr über freut man sich auf die wunderbaren Wochen am Strand, in denen man alle Fünfe gerade sein lässt und die Zehen im Sand vergräbt. Die Familie ist glücklich und zufrieden, Mutter entspannt sich in der Sonne, die Kleinen hat man mit Eimer und Schippe ausgestattet und Vater genießt seine verdiente Ruhe. Doch es gibt Menschen, Frauen und Männer, die nicht Stunden auf der Liege verbringen können, nur um sich von links nach rechts oder vom Bauch auf den Rücken zu drehen. Diese Menschen sind Planer, Macher, Baumeister. Sie sehen am Strand vor allem den Sand, das Material aus dem sich wunderbare Skulpturen, Gebäude, ja sogar ganze Szenen formen lassen. Diesen Menschen genügt der kleinste Ansporn, seitens der Kinder oder durch einen Burgen bauenden Nachbarn, und schon ist ihr Ehrgeiz geweckt!

Sandburg bauen ist eine Wissenschaft

Doch wie baut man die beste Sandburg? Gibt es Tricks und Tipps oder lernt man das Burgen bauen durch reines Probieren und Verwerfen? Diese Frage beschäftigt sogar die Wissenschaft und verschiedene internationale Forscherteams haben sich bereits mit dem Thema beschäftigt. Ihre wichtigsten Erkenntnisse lauten: Das Mischungsverhältnis zwischen Sand und Wasser ist ausschlaggebend für die Klebekraft des Sandes und das Verhältnis zwischen Fläche und Höhe der Burg muss stimmen, damit das Bauwerk nicht zusammen bricht. Ihre Ergebnisse veröffentlichten die Forscher in der Zeitschrift “Scientific Reports“. Doch es gibt noch weitere Tipps, die beim Bau einer standhaften, imposanten Burg aus Sand helfen. Eine Anleitung zum Sandburgen bauen, die auf wissenschaftlichen Forschungen und einschlägigen Erfahrungen professioneller Sand-Künstler basiert, finden Sie im Folgenden. Das Metier des Burgen und Skulpturen Bauens wird übrigens “Sand Art” genannt.

1. Werkzeuge

Sandburg Werkzeuge

 

 

 

 

 

Steht man in dem riesigen Sandkasten, der gemeinhin als Strand bezeichnet wird, so hat man meist nicht mehr als seine Hände und vielleicht noch Schippe und Eimer der Kinder dabei. Damit kommt man jedoch nicht weit. Sie benötigen

  • eine große Kinderschippe oder einen kleinen Spaten
  • Buttermesser
  • Ess- und Teelöffel zum herausschneiden der Formen
  • eine Sprühflasche zum Anfeuchten des Sandes
  • einen Strohhalm mit dem man Sandkörner weg pusten kann
  • und eventuell eine Plastikkiste ohne Boden als Schalung für das Fundament

Als Bauplatz empfiehlt sich eine ruhige, trockene Stelle, nicht zu nah am Wasser. Achten Sie auf einen wirksamen Sonnenschutz, denn der Bau einer Burganlage nimmt vier bis fünf Stunden in Anspruch, während dessen die ungeschützte Haut böse Verbrennungen davon tragen kann.

2. Mischungsverhältnis

Mischungsverhältnis Sand zu Wasser

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Laut Forscherteam besteht die ideale Mischung aus einem Teil Wasser und neun Teilen Sand. Wer nicht mit einem Messbecher arbeitet, ist also auf sein Gefühl angewiesen. Der Sand sollte weder nass noch trocken sein sondern eher feucht und schwer. Sandkörner am Strand sind rund und haften deutlich weniger gut als rechteckige Sandkörner, wie sie aus Kiesgruben gewonnen werden. Doch auch der Strand-Sand eignet sich zum Sandburgen bauen, man muss ihn aber stets feucht halten.

3. Planung und Ausführung

Kinder beim Sandburg bauen

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Bevor Sie mit dem Bau beginnen, sollten Sie sich eine ungefähre Vorstellung ihres Bauwerkes gemacht haben. Wird die Burg rund oder eckig, eher flach oder hoch. Um dem Bauwerk die größt mögliche Standfestigkeit zu verleihen, muss das Sand-Wasser-Gemisch gut gestampft werden, um die Luft heraus zu pressen. Der Profi nennt dies “compacten”. Auch der Sand in der Schalung muss schichtweise fest gepresst werden. Salz und Algen im Wasser verhelfen dem Sand zu größerer Klebekraft.

Sie stellen nun einen Burg-Rohling her, der bereits die Form und Größe des fertigen Bauwerkes besitzt, indem Sie Schicht für Schicht den Sand zusammenpressen. Laut Forscherteam können Sie auf einer Grundfläche von 20 Zentimetern bis zu einer Höhe von 2,50 Metern bauen. Auf das Fundament kann der Sand mit Eimern oder Kisten in Formen gebracht werden, wobei jederzeit auf das korrekte Sand-Wassergemisch geachtet werden muss. “Compacten” nicht vergessen!

4. Formgebung

Sandburg Mallorca Strand

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Besitzt der Rohling die gewünschten Maße, beginnt der Baumeister mit dem “carving“, das heißt, er zeichnet die Formen und Linien der zukünftigen Burg in den verdichteten Sand und schabt ihn anschließend mit Werkzeugen heraus. Dies macht man grundsätzlich von oben nach unten, damit das Bauwerk nicht leidet. Man beginnt also bei den Zinnen, schneidet sie mit Buttermesser oder kleinem Spachtel aus, formt Treppen und Fenster mit dem kleinen Eislöffel aus und benutzt den Ess- oder Teelöffel für runde Formen. Dabei muss immer wieder Wasser aus der Sprühflasche aufgetragen werden, um den Sand nicht austrocknen zu lassen. Ein aufgespannter Sonnenschirm hilft, dass das Wasser nicht zu schnell verdunstet. Denken Sie daran, überschüssige Sandkörner mit dem Strohhalm aus den Ritzen ihrer Burg zu pusten und vergessen Sie auch nicht das Besprühen ihrer Anlage mit Wasser. Sie müssen möglichst genau und sorgfältig arbeiten, um der Burg ein möglichst authentisches Aussehen zu verleihen. Ist das Kunstwerk schließlich vollendet, bleibt es ihnen für einige Tage erhalten, vorausgesetzt es legt niemand Hand an ihre Burg.

Sand Art Wettbewerbe

Auf Mallorca z.B., wo es viele professionelle Sandburgen zu bestaunen gibt, benötigen die Künstler rund 50 Stunden für den Bau ihrer Werke. Diese bewachen sie dann rund um die Uhr, denn ein Kunstwerk aus Sand kann am Strand durchaus sieben bis acht Tage unbeschadet überdauern. Sand Art ist auf der Insel sehr beliebt, so dass im Juni, zum Fest von San Pere, am Strand von Puerto de Alcúdia ein Sandburgen-Wettbewerb für jedermann ausgerichtet wird. Dies ist eine wunderbare Gelegenheit, sein Können unter Beweis zu stellen.

Bei professionellen Sandkunst-Wettbewerben verwenden die Künstler speziellen Sand, dem auch Wind und Regen nichts anhaben können und der seine Form über viele Wochen behält. Trotzdem bleibt Sand Art eine vergängliche Kunst und man sollte sich nicht ärgern, wenn das eigene Werk bereits am nächsten Tag verschwunden ist. Fangen Sie einfach noch einmal von vorne an, Sand und Wasser gibt es dafür sicher genug.

Ein letzter Tipp:

Dekoration Sandburg Muscheln

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Das Sammeln von Dekorationsmaterial wie Muscheln, Treibholz oder Steine, empfiehlt sich als sinnvolle Beschäftigung für die Familie, während sich Bauherr oder Bauherrin mit schwierigen Arbeiten an der Burg beschäftigt und dafür die gesamte Konzentration benötigt wird. Kreative Schleckermäuler opfern ihr Eishörnchen um den kleinen Türmchen den letzten Schliff zu geben. Sollten Sie mit Kind und Hund unterwegs sein, dann empfehlen wir den Hund angeleint zu lassen um Unfälle beim Bau zu vermeiden.

Sollten Sie nun Lust auf Sandburgen bauen bekommen haben, dann schauen sie sich doch unverbindlich unser Hotelangebot in Spanien an. Sie bieten Ihnen sogar ein Hotel in Alcudia an, wo der Sand Art Wettbewerb stattfindet.