Es ist schwierig, die Insel Lanzarote vom Leben und Werk einer ihrer berühmtesten Söhne zu trennen: César Manrique. Und es war gerade dieser Maler, Bildhauer und Architekt, der seine Heimatinsel in einem Gemälde verewigt hat und der sein Leben lang darauf geachtet hat, Schönheit und Harmonie mit dem maximalen Respekt vor der Umwelt in Einklang zu bringen.

Das führte dazu, dass der größte Teil der Sehenswürdigkeiten auf Lanzarote diesem vielfältigen Künstler zuzuschreiben ist. Um den nördlichen Teil der Insel kennenzulernen, ist es daher eine hervorragende Idee, zunächst die Jameos del Agua zu besuchen.

Dabei handelt es sich um das erste Werk César Manriques aus dem Jahr 1968 im Inneren einer Lavahöhle, die durch die Eruption des Vulkans La Corona entstanden war. Dort befinden sich nun Bars, Restaurants, ein spektakuläres Auditorium im Inneren dieser Grotte und, was besonders überraschend ist, ein hübscher Swimmingpool, der perfekt in die Umgebung eingefügt ist. Alle, die sich für die Höhlenforschung interessieren, sollten es nicht versäumen, sich die Höhle de los Verdes anzusehen, die sich direkt in dieser Vulkanhöhle befindet.

Der Kakteengarten, das letzte Werk Manriques auf Lanzarote, ist auch eines der optisch eindrucksvollsten. Mehr als 10.000 verschiedene Kakteen aus den unfruchtbarsten Gegenden der Erde haben in diesem Amphitheater eine neue Heimat gefunden, das in einer früheren Lavaaschengrube (rofe) errichtet wurde, während eine hervorragend erhaltene, traditionelle Windmühle von oben her die Landschaft überblickt.

Selbstverständlich ist bei einer Reise nach Lanzarote auch ein Besuch im Nationalpark Timanfaya ein Muss: Eine 51,07 km² große Vulkanlandschaft, in der man kaum glauben kann, dass 180 verschiedene Pflanzenarten wachsen. Auch dort kann man das Werk von Manrique bestaunen, während man ein köstliches Essen genießt, das in dem von ihm entworfenen Grillofen zubereitet wurde. Eine Einrichtung in einer einzigartigen Umgebung, deren wichtigste Besonderheit die geothermische Energie ist, die zur Zubereitung der Lebensmittel verwendet wird.

Und zum Abschluss ist natürlich auch ein Besuch der César Manrique Stiftung angesagt, untergebracht in dem Wohnhaus und Studio, das von diesem Künstler entworfen wurde und in dem er zwei Jahrzehnte seines Lebens lebte. Allein die einfache Verteilung der Räume ist ein Grund, um dem Gebäude mehrere Stunden zu widmen und die Ausstellungen zeitgenössischer Kunst (eine private Kollektion, die Manrique selbst gehörte, sowie eine andere seiner eigenen Kunstwerke) machen den Taro de Tahíche zu einer unerlässlichen Sehenswürdigkeit.

Es ist eindeutig: Man kann nicht von Lanzarote sprechen, ohne immer wieder auf César Manrique hinzuweisen. Ein Genie unserer Zeit, der mit seiner Arbeit unter Beweis stellte, dass man Bereiche von großem künstlerischem und architektonischem Wert schaffen und dabei in perfekter Harmonie mit der Natur bleiben kann.