Teguise ist eine der sieben Gemeinden, aus denen heutzutage das Gebiet der Insel Lanzarote besteht, und ohne Zweifel die traditions- und geschichtsreichste. Lanzarote war die erste Insel des kanarischen Archipels, zu der die europäischen Seeleute gelangten, wahrscheinlich, weil sie nördlicher und somit näher am Kontinent liegt.

Laut der Legende lebte Guadarfía, der Herrscher der Insel, mit seiner Frau Guanarama auf dem Schloss von Zonzamas. Aus ihrer Verbindung gehen zwei Kinder hervor: Teguise und Guillén. Erstere hebt sich durch ihre einzigartige Schönheit hervor. Mit den Jahren wird aus dem Mädchen eine schöne Jugendliche, deren Blick alle in ihren Bann zieht, die sie betrachten.

Schließlich schafft es Tinguayo, dass sich die Prinzessin in ihn verliebt und damit seine Liebe erwidert, und nach nicht allzu langer Zeit treten beide bei einer traditionellen Hochzeit vor den Altar. Bald aber drängt sich Maciot Béthencourt in diese Beziehung. Er verliebt sich unsterblich in Teguise und will sie für sich gewinnen. Dabei lässt er keine Beschwörungen und Versprechungen von Privilegien für diejenigen unversucht, die ihm bei seinem Vorhaben helfen. Nach einigen gewieften Schachzügen kann Teguise erbärmlich getäuscht werden und muss ohne Widerrede die Schmach des normannischen Herrschers ertragen. Tinguayo wiederum flieht, um der Gefangennahme zu entgehen, und zu seinem Unglück stirbt er ohne die Genugtuung, sich für die Beleidigung durch den anderen Mann gerächt zu haben.

In der unrechtmäßigen Beziehung zwischen dem Herrscher und der Prinzessin werden zwei wunderschöne Mädchen geboren, die die Vaterinstinkte Maciots wecken, obwohl er seine Untertanen, die ihn wegen seines Despotismus und seines Konkubinats mit Teguise hassen, weiterhin schlecht behandelt. Besorgt und bedrückt deswegen beschließt Maciot, seine Situation zu legalisieren, indem er Teguise heiratet und seine Töchter tauft, was die Untergebenen mit Gleichgültigkeit erwidern. Um seine Ehre zu erhalten, ordnet er außerdem an, das Dorf Acatife in Königliche Stadt Teguise (Real Villa de Teguise) umzubenennen, und macht es zur Hauptstadt von Lanzarote.

Einige Jahre später kommt Hernán Peraza als Eigentümer auf die Inseln und hält Maciot sein Verhalten den Untertanen gegenüber vor. Dadurch kommt es zu Unstimmigkeiten zwischen beiden und Teguises Ehemann wird mit seiner Frau und seinen Töchtern nach El Hierro verbannt. Nach wenigen Tagen auf der Insel kommt eine portugiesische Karavelle im Hafen an und bringt sie auf Befehl der portugiesischen Regierung nach Madeira, wo Maciot und Teguise ihr neues Heim errichten und den Rest ihres Lebens verbringen. Maciot stirbt mit Reue wegen seines schlechten Verhaltens den Einwohnern von Lanzarote gegenüber, aber auch mit der Liebe seiner Familie. Teguises Traurigkeit wegen dieses Verlusts wird nur von der Freude darüber, ihre beiden Töchter an ihrer Seite zu haben, gemildert. Auch wenn sie ihre kanarische Insel nie wiedersah, fand das Begräbnis der Prinzessin Teguise unter dem Himmel einer anderen Atlantikinsel, Madeira, statt. Sie war eine Frau, die sich aus Liebe von den heidnischen Riten losgesagt hatte und die vielen als „Braut von Lanzarote“ in Erinnerung bleiben wird sowie als Hauptfigur der Stadt Teguise, einem Ort mit über fünfhundert Jahren Geschichte.

 

Die Königliche Stadt Teguise ist der Stadtkern der Gemeinde und wurde wegen seines historischen Erbes zum architektonisch-historisch-artistischen Komplex erklärt. Wahrscheinlich ist Teguise der am besten erhaltene historische Stadtkern der Kanarischen Inseln, da er im 19. und 20. Jahrhundert keine großen Veränderungen durchgemacht hat.

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