Die kretische oder minoische Kultur, die zeitgleich mit der mykenischen bestand, trägt diese beiden Namen, erstens nach der Insel Kreta, woher sie stammt, und zweitens nach dem wichtigsten König bzw. der wichtigsten Dynastie Kretas, nämlich Minos.

In diesem Zusammenhang muss darauf hingewiesen werden, dass die kretische Kultur außerordentlich originell und attraktiv ist, auch wenn man darüber eigentlich gar nicht viel weiß. Wir kennen von dieser Kultur nur einige wenige Aspekte und keinen einzigen Namen der Könige (Minos kann sowohl ein Titel als auch der Name einer Dynastie sein) oder irgendwelcher anderer Persönlichkeiten: Es ist unmöglich, etwas Genaueres über das politische Regime, die Gesellschaft oder die Religion zu erfahren.

Es scheint, dass die Insel Kreta zwischen 1500 und 1450 v. Chr. unter einer starken und zentralisierenden Herrschaft ihren Höhepunkt erlebte. Unabhängig davon, ob dies nun Legende ist oder nicht, die Tatsache, dass die Stadt Athen sieben junge Leute beider Geschlechter als Tribut an Kreta bezahlen musste, könnte ein Beweis dafür sein.

Und daraus entstand die Legende vom Minotaurus. Dieser Legende nach bat König Minos den Meeresgott Poseidon um einen weißen Stier, den er anschließend opfern sollte. Aber Minos wollte diesen Stier nicht opfern und aus Rache ließ Poseidon dessen Gattin von dem weißen Stier schwanger werden. Die Gattin des Königs Minos brachte ein Ungeheuer zur Welt, den Minotaurus, mit dem Kopf eines Stieres und dem Körper eines Mannes. Aus Scham verbarg der König den Minotaurus in einem Labyrinth, das von Dädalus entworfen wurde, und erlegte der Stadt Athen einen Tribut auf, der darin bestand, dass diese ihm jedes Jahr sieben junge Männer und sieben junge Mädchen übergeben musste, die dann dem Ungeheuer zum Fraß vorgeworfen wurden.

Der Athener Prinz, Theseus weigerte sich, weitere junge Leute zu opfern und unter Einsatz seines Lebens ging er selbst in das Labyrinth und tötete den Minotaurus. Dies schaffte er nur, weil Ariadne, die Tochter des Königs Minos, sich in Theseus verliebt hatte und mit ihm nach Athen gehen wollte. Deshalb musste ihr Theseus versprechen, dass er sie dann, wenn sie ihm sagte, wie er den Minotaurus überwältigen könne, mit nach Athen nehmen würde. Dieser gab sein Versprechen und Ariadne half ihm gegen den Minotaurus. Sie zeigte ihm den Weg zu dem Ungeheuer und gab ihm dazu ein Fadenknäul, damit er wieder den Weg aus den dunklen Gängen des Labyrinths herausfinden konnte. Nachdem er das Ungeheuer getötet hatte, fand Theseus dank dem Ariadne-Faden leicht den Weg zurück.

Theseus nahm, wie versprochen, Ariadne mit nach Athen. Auf der Reise gerieten sie in einen schrecklichen Sturm und mussten auf der Insel Naxos Schutz suchen. Als der Sturm vorbei war, wollten sie weiterfahren. Aber Ariadne war nirgendwo zu finden, sie suchten und riefen, aber es war vergeblich. Schließlich stachen sie in See. Sie waren bereits abgefahren, als Ariadne im Wald erwachte, nachdem sie vor Erschöpfung in einen tiefen Schlaf gesunken war. Plötzlich sah sie sich von einer großartigen Zeremonie umgeben, bei der ihr der schönste junge Mann erschien, den sie je gesehen hatte. Das war Dionissios, der Weingott, der sie zu seiner Frau machen und ihr die Unsterblichkeit geben wollte. Ariadne nahm an und nach einem Triumphzug über die Erde nahm der Gott sie mit in die Ewigkeit. Währenddessen war Athen von Traurigkeit erfüllt. Der alte König ging jeden Tag ans Meeresufer und wartete auf die Rückkehr seines Sohnes. Endlich erschien das Schiff am Horizont. Aber seine Segel waren schwarz und der alte Mann verzweifelte. Denn Theseus hatte in seiner Trauer um das Verschwinden Ariadnes vergessen, die weißen Segel als Zeichen seines Sieges zu setzen. Verrückt vor Schmerz stürzte sich der König Aigeus ins Meer, das seither seinen Namen trägt. Nach einiger Zeit versammelten sich die Athener und boten Theseus die Krone an, der später Freda heiratete und viele Jahre lang König war.

 

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